Symbolbild Was ist Ihre "Klangfarbe"?
  • 1. Sich trauen
    Wenn es nach außen geht, Sie sich festlegen, welche Worte und  Bilder Sie wählen, dann fällt dies umso leichter, je stimmiger zwei entscheidende Komponenten miteinander harmonieren: das Maß Ihrer persönlichen Identifikation und die öffentlich sichtbare Präsentation. Lässt sich aus Ihrer Website, Ihrer Vorstellung bei potentiellen KundInnen oder diversen Drucksorten Ihr Geschäftsmodell ebenso gut herauslesen, wie SIE als MacherIn bzw. SchöpferIn dahinter sichtbar werden? Oder hakt es irgendwo in der Verzahnung der beiden?  Sind Sie vielleicht in Sachen Marketing/PR einem „so tun als ob“ aufgesessen? Aus dem einfachen Grund, weil es bereits andere gibt, die Sie kopieren? Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie sich im Zweifelsfall dann doch wieder „nicht trauen“, weil Sie sich mit dem Fremdkörper der Außendarstellung nicht identifizieren können. Aber: Ohne Ihre Persönlichkeit geht es nicht. Eine hübsche Hülle bleibt lediglich eine unter vielen anderen hübschen, aber eben auch ziemlich leblosen Hüllen.

 

  • 2. Selbstreflexion
    Sich selbst als Persönlichkeit authentisch zu präsentieren, übereinstimmend mit den Produkten / Dienstleistungen, die Sie nach außen gut sichtbar zeigen wollen, das ist es, was Sie in Folge fast wie von selbst Schritt um Schritt tun lässt. Authentisch bleiben heißt: Nicht ein Zerrbild einer oder eines übermächtigen Super-Solo-Selbstständigen zu kreieren, sondern sich zu fragen: Wie bekomme ich die Aufmerksamkeit der KundInnen, NetzwerkpartnerInnen, MultiplikatorInnen, die ich gerne kennen lernen möchte? Die Antwort ist: Wenn Sie die Perspektive wechseln und sich hineinversetzen in das, was Ihr Gegenüber bewegt, für welche Probleme die KundInnen nach Lösungen suchen, welche Informationen von Interesse sind, dass Sie die anderen neugierig  machen oder gerne weiterempfohlen werden? Damit steigern Sie zukünftig signifikant die Passung mit den Menschen, die von sich aus z.B. mit Ihnen als NetzwerkpartnerIn zusammenarbeiten oder KundInnen, die mehr über Sie und Ihre Dienstleistung erfahren wollen.


  • 3. Keine große Sache daraus machen
    Ist das konzentrierte „Rausgehen“ nicht zugleich auch verbunden mit einem hohem Arbeitsaufwand und einem speziellem Können, das man eigentlich gar nicht hat? Wenn Sie das Rausgehen für sich zu einer Riesensache und damit zu einem richtig großen Problem werden lassen, dann ist die Ausweichbewegung hin zu anderen Aktivitäten vorprogrammiert. Denn aus Erfahrung weiß man ja, dass sich große Probleme im Regelfall deutlich schwieriger beheben lassen als kleinere. Und das macht die Sache mit der Motivation diesmal z.B. „wirklich mit PR/Marketing“ zu starten, ziemlich ambivalent. Die Motivation ist da, richtig, aber möchte man tatsächlich einen schätzungsweise recht hohen Energieaufwand investieren, den die Lösung großer Probleme im Regelfall einfordern? In der Mehrzahl lautet die Antwort: nein. Man widmet sich lieber kleineren Problemen, schlichtweg anderen Dingen und arbeitet hieran die Motivation ab, bis nichts mehr übrig ist. Deshalb: Starten Sie mit den für Sie passenden Arbeitspaketen, setzen Sie sich ein erstes erreichbares kleine Ziel. Wenn Sie die richtigen Beschäftigungsbereiche für sich extrahieren, dann fällt es auch leichter, einmal dabei zu bleiben, also automatisierte Gewohnheiten zu etablieren. Viel, viel einfacher wird es so, wenn Marketing/PR ganz selbstverständlicher Bestandteil Ihres Arbeitsalltags werden dürfen so dass der Themenkomplex den Problemcharakter gänzlich verliert. Und man damit aus der luxuriösen Position heraus agieren kann, sich auch um Probleme zu kümmern, die man im Moment gar nicht hat.

Es ist ein diffiziles Wechselspiel mit der „Essenz“, bei dem man seine Fühler zugleich in zwei Richtungen ausstreckt: stimmig mit sich selbst in Kontakt zu bleiben genauso wie mit dem da  „draußen“.  Und jedes Wort, jedes Bild, das Sie jetzt für Ihre Angebote, Ihre Dienstleistung finden, bleibt ein „work in progress“. Weil Sie sich verändern, Ihr Geschäftsmodel mit Ihnen wächst, sich Bedürfnisse der KundInnen wandeln.  Was ist, es also, was Sie JETZT hinaus in die Welt bringen möchten – ohne dabei bei Ihrer persönlichen Glaubwürdigkeit oder Authentizität Abstriche machen zu müssen? Mit welcher Präsenz fühlen Sie sich wohl: Ist es ein weithin sicht- und hörbares Feuerwerk oder die stille Farbenpracht einer blühende Sommerwiese? Finden Sie Ihre Klangfarbe. So dass potentielle KundInnen und NetzwerkpartnerInnen Sie (wieder) erkennen, wenn Sie sich begegnen und miteinander arbeiten.

Bildnachweis: © south_agency - Fotolia.com

Wenn Ihnen dieser Blog-Beitrag der Wortfreundin gefallen hat, wie wäre es dann damit?
Klappern gehört zum Handwerk - der Anderen? Sie leisten als Solo-Selbstständige nicht nur gute, sondern sehr gute Arbeit. Aber: Viel zu wenige wissen davon. Warum eigentlich?

Diesen Beitrag als Podcast anhören

Der Podcast zum Download als mp3

Was ist Ihre "Klangfarbe"? (3,5 MiB)

Sie möchten die Blog-Beiträge der Wortfreundin abonnieren?

via E-Mail

Wer schreibt hier?

Annette Jäckel, Texterin und Beraterin
schreibt für mittelständische Unternehmen sowie Non-Profit-Organisationen und berät Solo-UnternehmerInnen in Sachen Marketing & PR.
Kontakt E-Mail: info(at)wortfreundin.com

Kommentar verfassen